Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Willkommen!

2. Online-Ausgabe der Kirchgemeindenachrichten - Juni/Juli 2016

 

 

Jahreslosung 2016

 

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
 

Jesaja 66,13

Monatsspruch Juni

 

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.

 

Exodus 15,2

Monatsspruch Juli

 

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will.

 

Exodus 33,19

Liebe Gemeinde,

 

„Gott hilft. Gott hat geholfen. Gott wird helfen.“ - So heißt es auf dem Hauswappen eines Görlitzer Hauses. Gewissheit kommt zum Ausdruck, dass Gott, der Herr, die Familie durch die Jahrhunderte in Krankheit und Kriegen bewahrt. Jeder, der vorbei geht, soll lesen können, auf wessen Hilfe die  Familie vertraut.

 

„Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.“ - So heißt es im Spruch für den Monat Juni. Mose und die Israeliten bringen ebenso Gewissheit zum Ausdruck. Der Zug durch‘s Schilfmeer liegt hinter ihnen. Sie sind vor den ägyptischen Verfolgern auf wundersame Weise und wider aller Erwartung gerettet worden.

Und so loben und singen sie.

Und dennoch beginnt das Loblied mit einer Aufforderung des Mose zum Singen. Der Gesang - die Gewissheit der Rettung - kommt nicht von selbst.

 

„Gott hilft. Gott hat geholfen. Gott wird helfen.“

Gewissheit der Nähe Gottes braucht Erinnerung.

Die Erfahrung, dass Gott Stärke und Hilfe ist, muss immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden. Und muss weitergesagt werden: von einer Generation zu den Enkeln und Urenkeln.

 

Und so haben Mose und die Israeliten wahrscheinlich nicht erst am Morgen nach der Rettung, sondern schon beim Gehen durch das Schilfmeer gesungen und sich somit vergewissert: Gott hilft. Gott hat immer geholfen. Gott wird auch jetzt helfen.

 

Übrigens: Fast zur selben Zeit, als das Hauswappen in Görlitz angebracht wurde, mussten im Salzburger Land 16.000 evangelische Christen ihre Heimat verlassen. Erzbischof Firmian hatte ein Edikt unterschrieben. Cuius regio - eius religio: wessen Gebiet, dessen Religion, so lautete das Prinzip des Augsburger Religionsfriedens von 1555. Wer herrscht, der gibt vor, welchen Glauben die Untertanen haben müssen. Die Menschen, die im Winter 1735 ihre Höfe und Häuser verlassen mussten, hatten Tränen in den Augen. Aber sie hatten auch ein Lied auf den Lippen: „Ein feste Burg ist unser Gott. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.“

 

„Gott hilft. Gott hat geholfen. Gott wird helfen.“

Mögen wir uns gegenseitig immer wieder daran erinnern, wer unsere Stärke und Hilfe ist. Damit wir singen können Gott, dem Herrn.

In der Verbundenheit unseres Glaubens grüße ich Sie herzlich!

 

Ihre Superintendentin Antje Pech

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