Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

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Online-Ausgabe der Kirchgemeindenachrichten - Aug/Sep 2018

 

Jahreslosung 2018

 

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

 

Offenbarung 21, 6

 

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Monatsspruch August 2018

 

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

1. Johannes 4,16

 

 

Monatsspruch September 2018

 

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut,

weder Anfang noch Ende. 

Prediger 3,11 

 

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden.

 

Liebe Gemeinde!

 

Paulus geht in die Knie. Eine Bewegung, die jeder von uns kennt und die sehr unterschiedlich aussehen kann. Stellen wir uns einen Boxer vor: Mit aller Kraft stemmt er sich gegen eine Niederlage. Doch irgendwann wird er entscheidend getroffen. Er geht in die Knie. Seine Niederlage ist damit besiegelt.

Man muss kein Boxer sein, um diese Erfahrung zu kennen. Was zwingt Menschen nicht alles in die Knie? Eine Krankheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Die Trauer um den Tod eines Menschen, der mir nah stand. Der Verlust des Arbeitsplatzes und damit die Bedrohung der beruflichen und wirtschaftlichen Existenz. Manch ein Mensch verliert als Folge davon auch seinen inneren Halt, seine Familie, seine Wohnung und sein soziales Umfeld. Wer in die Knie geht, ist oft am Ende seiner Kräfte angelangt.

Man kann aber auch anders in die Knie gehen. Paulus führt es uns vor Augen. Er geht bewusst und freiwillig vor Gott in die Knie. Und da ist das Knien keine Niederlage, sondern ein Gewinn, kein Zwang, sondern freie Entscheidung. Ein großer Unterschied zu den Kämpfen, die wir so oft zu führen haben und manches Mal verlieren.

Paulus geht in die Knie und zeigt seine Schwäche aus freien Stücken. Indem er vor Gott niederkniet, wird ein zweifacher Sinn erkennbar: Zum einen begibt sich der Mensch in die richtige Position Gott gegenüber. Er kann ihm nicht auf Augenhöhe begegnen und schon gar nicht auf Gott herabblicken. Die Haltung vieler Menschen unserer Zeit ist Paulus vollkommen fremd. Vielmehr erkennt er an, dass Gott über uns und aller Welt steht. Gott offenbart sich den Menschen, weil er es will, nicht, weil irgendein Mensch es einfordern könnte.

Der Ausspruch des Apostels Paulus hat aber noch eine andere Bedeutung: Wer so vor Gott kniet, dem wird nicht seine letzte Kraft genommen, sondern immer neue Kraft geschenkt. Wer vor Gott in die Knie geht, bekommt ausreichend Kraft, um nicht vor den Mächten dieser Welt in die Knie gehen zu müssen. Das Knien vor Gott fördert Leben, in die Knie gezwungen zu werden zerstört Leben.

Wie geht das mit dem Knien vor Gott? Früher haben die Menschen in der Kirche oder beim Gebet gekniet, ganz praktisch und anschaulich. Vor Gott in die Knie gehen kann aber auch bedeuten, dankbar zu sein für das, was uns täglich von ihm zukommt. Erkennen, dass unser tägliches Brot nicht selbstverständlich ist, sondern, wie alles andere, immer neu Geschenk und Gnade. Auch die Freuden des Sommers, die genießen zu können ich Ihnen sehr herzlich wünsche.

Bleiben Sie behütet!

 

Ihr Pfarrer Friedemann Bublitz

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