Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Herzlich Willkommen !

Schön das Sie auf die Internet-Seite unserer Gemeinde gefunden haben. Hier finden Sie Aktuelles, Termine, Einladungen und vieles mehr aus den aller zwei Monate erscheinenden Gemeindebriefen. Gern dürfen Sie auf diesen Seiten verweilen. Schön wäre es aber auch, wenn wir Sie zu einem Gottesdienst oder anderem Angebot bei uns in Löbau begrüßen könnten. 

Jahreslosung 2019

 

Suche Frieden und jage ihm nach!

 

Psalm 34,15

Monatsspruch Oktober 2019

 

Wie es dir möglich ist:

Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen!

Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!  Tobias 4,8

Monatsspruch November 2019

 

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.  Hiob 19,25

Liebe Gemeinde,

 

vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor: Hast du schon Danke gesagt? So erinnerte mich meine Mutter und ich ebenso meine Tochter, an das was sich gehört, wenn ich von Jemandem etwas geschenkt bekam.                

Oktober ist die Zeit des Erntedankfestes. Wir danken Gott für die vielen guten Dinge, die er wachsen und gedeihen lässt, damit wir leben können. Wir werden beschenkt - einfach so, ohne uns etwas verdienen zu müssen. Mir wird besonders zur Zeit des Erntedankfestes auch wieder bewusst: Wir haben es nicht bis zuletzt in der Hand, ob die Ernte gut wird. Wenn der Regen so wie in diesem Sommer wieder lange ausbleibt oder Überschwemmungen die Ernte vernichten, sind wir machtlos. Wir leben davon, dass Gott für uns sorgt. Wir dürfen auch unsere Bedenken, dass die Ernte nicht gut wird, im Gebet zu ihm bringen.  

Im Monatsspruch für Oktober geht es ums Geben. Tobit als Buch der Bibel ist vielleicht weniger bekannt, da es zu den Spätschriften des AT zählt und nicht in jeder Bibelübersetzung enthalten ist. Der erblindete Tobit, selbst in seinem Leben barmherzig zu anderen gewesen, sagt diesen Satz zu seinem Sohn Tobias. Es geht ihm dabei nicht darum, viel zu geben, sondern überhaupt zu geben. Der Satz entstammt einer längeren Rede, mit der er seinen Sohn auf eine weite Reise verabschiedet. Es ist Tobit wichtig, seinem Sohn die wesentlichen Regeln für ein Leben nach Gottes Willen mit auf den Weg zu geben.

Das Wort Almosen bedeutet nach seiner Herkunft: Gabe an Bedürftige, milde Gabe, das ist soweit bekannt. Aber dabei kam mir der Gedanke: Wie ist das eigentlich mit den Gaben? Leben wir nicht auch von den Gaben, die uns Gott schenkt? Sind wir nicht auch bedürftig? Jedes Jahr freue ich mich besonders darauf, wenn an Erntedank gesungen wird: "Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land" Ein, wie ich finde, sehr schönes Lied, bei dem es im Refrain heißt. "Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn." Die Gaben, die zum Erntedankfest abgegeben werden, schmücken erst wunderschön die Kirche, wenn wir Gottesdienst feiern. Danach werden sie an Bedürftige abgegeben, z.B. bei der "Tafel". Natürlich werden vielleicht manche sagen: Es steckt doch in jeder guten Ernte auch viel Arbeit. Und doch meine ich, sind wir auch hier beschenkt: Nicht nur mit dem richtigen Maß von Sonne und Regen während der Reifezeit, auch beschenkt mit Gesundheit und Kraft, um unsere Arbeit tun zu können, beschenkt mit den unterschiedlichen Gaben und Begabungen, die anderen zum Segen werden können.

Gott sei Dank, dass er uns so reichlich gibt! Geben wir davon weiter, so wie es uns möglich ist.

                                   

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen und grüße Sie herzlich!

Ihre Susanne Hämmerlein

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