Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Herzlich Willkommen !

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Jahr 2022 und grüßen Sie mit der Jahreslosung:

 

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Johannes 6,37

 

Schön, dass Sie auf die Internet-Seite unserer Gemeinde gefunden haben. Hier finden Sie Aktuelles, Termine, Einladungen und vieles mehr aus den aller zwei Monate erscheinenden Gemeindebriefen. Gern dürfen Sie auf diesen Seiten verweilen. Schön wäre es aber auch, wenn wir Sie zu einem Gottesdienst oder anderem Angebot bei uns in Löbau begrüßen könnten. 

Für das Mitfeiern der Gottesdienste bitten wir herzlich die coronabedingten Hinweise auf der Seite "Gottesdienste" zu beachten!

 

Zum Gebet um Frieden und für mögliche Hilfe von Ukraine-Notleidenden

bitte die Infos und Einladungen auf "Aktuelles / Einladungen" ansehen.

Liebe Gemeinde,


Das Kreuz, die Kerzen, die dunkle Kirche, das farbige Licht – diese Gegensätze machen unseren Glauben aus. Diese Gegensätze sind in diesen Wochen gerade so krass zu spüren. Das Kreuz, die dunkle Kirche: Nicht nur unschuldig, sondern mit seinem Herzen voll Liebe wurde Jesus erbarmungslos ans Kreuz gepresst, hat gelitten, ist gestorben. Und heute: Wir müssen Bilder sehen und Geschichten hören, wo Menschen – gar nicht weit weg von uns – erbarmungslos leiden, in die Flucht getrieben werden, gar sterben. Es ist nicht nur ein Schmuckstück – das Kreuz. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, ruft Jesus am Kreuz.

Bis heute treibt diese Frage Menschen an die Grenzen ihrer körperlichen und seelischen Kräfte - in sehr persönlichen Situationen und auch in so großen gesellschaftlichen Nöten, wie wir sie gerade erleben. Das Kreuz ist so nahe. Die Not, die Sprachlosigkeit, die Angst, die Wut, die Willkür, das sinnlose Sterben, die Schuld, die Hoffnungslosigkeit sind so nahe.

 

Karfreitag und Ostern – wir feiern das in diesen Wochen wieder – sind bei weitem nicht nur kirchlich-traditionelle Folklore. Sie sind Wirklichkeit. Der Karfreitag scheint dabei besonders real zu sein. Krieg, Gewalt, Tod, Flucht, Heimatlosigkeit, aber auch die Coronanöte klaffen noch beängstigend in unsere Gesellschaft.

Eine Frau am Grab, so bezeugt es die Bibel, kommt zurück und erzählt: Ich habe den Herrn gesehen! Traurig und hoffnungslos ist sie zum Grab gegangen – und dann dieses Erlebnis: Ich habe den Herrn gesehen! Das ist Ostern, das sind die Kerzen, die bunten Farben. Millionenfach in unterschiedlichsten Situationen haben Menschen ähnliche Erfahrungen gemacht: In meiner Not habe ich den Herrn erlebt, gesehen, gefunden, gehört, erfahren. Diese Art von Ostern ist kein Automatismus, kommt auch nicht mit dem Kalendertag. Ostern ist Gottes Wirken. Damals mit Jesus, der sagen konnte: Ich lebe und ihr sollt auch leben.

 

Und heute: Wir dürfen Ostern erhoffen und erbitten, dass Gott Ostern werden lässt: neues Vertrauen auf Gottes echtes Wirken. Das Licht in der Kirche, die Kerzen, die bunten Farben – das können wir „machen“. Das Licht des Glaubens und der Hoffnung auf friedliches Miteinander – das kann nur Gott machen. Es braucht aber Menschen, in und an denen dieses Licht Gottes leuchten kann. Sieht es nicht schön aus, an den Kirchenmauern? So will das Gebet, die Hoffnung, die praktische Hilfe, die guten (und nicht wuterfüllten) Worte, das Gottvertrauen, die Gastfreundschaft an mir und Dir leuchten.

Im Namen der Mitarbeitenden und des Kirchenvorstandes grüße ich herzlich und wünsche einen hoffnungsvollen Frühling.

 

Ihr und Euer Pfarrer Daniel Mögel

Monatsspruch April:

 

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen:

Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

 

Johannesevangelium 20, 18

Monatsspruch Mai:

 

Ich wünsche dir in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohlergeht.

 

3. Johannesbrief 2

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