Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

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ACHTUNG! Wegen Bauarbeiten befindet sich das Pfarramt zur Zeit in der ehemaligen Suptur, Friedhofstr. 3, in Löbau!

Vertrautes Weihnachten?!

 

Ich habe es noch heute deutlich vor Augen, wie dieses Weihnachtstransparent bei meiner Oma auf dem Stubenschrank stand. Mit einer umgebauten Nachttischlampe wurde es erleuchtet. Und am Heiligen Abend war das Gleiche im Großformat auf dem Altar. Mir ist dieses Bild tief vertraut. Weihnachten ist für viele etwas tief Vertrautes.

Eine Frau erzählte mir in diesen Tagen, wie sie bei einem Anruf, der erstmal recht trostlos begann, auf Weihnachten zu sprechen kamen. Die Erinnerungen daran haben das Telefonat zu einem ermutigenden Erlebnis werden lassen.

Jetzt, da ich diese Worte schreibe, wurde gerade der Weihnachtsmarkt in Löbau abgesagt. Große Weihnachtskonzerte – abgesagt. Advents- und Weihnachtsfeiern? Wie soll das gehen mit Maske und 1,5 m Abstand? Wie die Regelungen im Dezember sein werden, ist (mir jetzt) noch nicht bekannt. Und der Heilige Abend – dicht gedrängt in der Kirche sitzen, das Krippenspiel, den Posaunenchor, die Kantorei, singende Kinder und sich selbst ein vertrautes Weihnachtslied singen hören? Irgendwie wird das so nicht gehen.

 

„Siehe, ich verkündige euch große Freude…“ heißt es in der Weihnachtsbotschaft. Obwohl die schon 2000 Jahre alt ist – gibt es jemanden, der/die diesen Zuspruch nicht kennt? Kennen oder schon mal gehört haben, ist das eine. Aber wie sieht es mit der erlebten Freude aus?

Ich traue mich ja kaum, das leidvolle Thema anzusprechen, das mit "C" anfängt und mit "orona" aufhört. Es ist nun einmal allgegenwärtig. Und es wird auch das Weihnachtsfest beeinflussen. Die einen sind verängstigt, die anderen sind – teils hochgradig – verärgert. Dazwischen Spannung, Anklage oder gar Zerwürfnis. Und dann wollen wir Weihnachten feiern? Sollen ein paar fromme Worte über die Situation gegossen werden? Oder soll „die Kirche“ endlich mal Tacheles reden?

 

Ich denke an einen alten Mann, der mir vor Jahren von Weihnachten im Krieg erzählt hat, wie ihn „Stille Nacht“ und das Vaterunser tief getröstet haben. Oder meiner Oma in den Hungerjahren: „euch ist heute der Heiland geboren“ – Halt und Hoffnung gegeben hat, dass sie mir im Alter von einem treuen Gott erzählen konnte.

Beschwichtigen will ich die heutige Situation nicht, manch eine/r hat gesundheitlich, seelisch oder ökonomisch gerade richtig Not. Ich will danach suchen, was heute das haltgebende Vertraute ist. Ob es den vertrauten Weihnachtsrummel geben wird, ist fraglich. Vertraute Feiern und ermutigend-erfreuende Gemeinschaftserlebnisse wie z.B. mein jährliches Plätzchenbacken mit den Konfis in der kleine Küche – fraglich. Aber die vertraute Weihnachtsgeschichte zu lesen, jemanden mit einem Gruß (Telefonat), Geschenk oder Glaubenszuspruch (Karte/Brief/Whatsapp) zu ermutigen, ein vertrautes Weihnachtslied zu singen und Gott um Hilfe und Freude zu bitten, das kann von keinem „abgesagt“ werden.

 

Ich wünsche jedem, das Licht der Geburt Jesu spürbar und ermutigend zu erleben.

 

So grüße ich herzlich im Namen der Mitarbeiter und des Kirchenvorstandes

Ihr und Euer Pfarrer  Daniel Mögel

Jahreslosung 2020

 

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

 

Markus 9, 24

 

 

Jahreslosung 2021

 

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

 

Lukas 6,36

Monatsspruch Dezember 2020

 

   Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!

Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

 

Jesaja 58,7

Monatsspruch Januar 2021

 

Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!

 

Psalm 4,7 

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