Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Willkommen !

Online-Ausgabe der Kirchgemeindenachrichten - Juni / Juli 2017

 

Jahreslosung 2017

 

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
 

Hesekiel 36, 26

 

Monatsspruch Juni 2017

 

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Apostelgeschichte 5, 29

 

Monatsspruch Juli 2017

 

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.

Philipper 1, 9

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben. Johannes 10,11f

 

Liebe Löbauer Gemeindeglieder,

in den vergangenen Wochen konnte man beobachten, wie Schafe auf frischen grünen Wiesen standen und weideten. Und mitten darunter - kleine Lämmer. Lämmer, so friedlich und arglos sie über die Wiesen springen, sind ein schönes Symbol. Und tatsächlich sieht man auf vielen frühchristlichen Abbildungen Christus als guten Hirten, der auf seinen Schultern ein Lamm trägt.

 

Wie schön und beruhigend ist dieses Bild des Hirten, der seine Herde im Blick hat. Er kennt seine Schafe und sie hören seine Stimme. Eine merkwürdig vertraute Beziehung herrscht zwischen beiden. Dieses Bild ist beeindruckend. Denn die Schafe brauchen nicht mehr als ein gutes Gehör. Sie sollen in Ruf- und Reichweite ihres Herrn bleiben. Sollen IHM folgen und nicht einem Anderen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger haben die Schafe zu tun. Das ist ihre einzige Aufgabe!

 

Und der Hirt? - Kennt seine Schafe! Besser als ein anderer kennt Jesus jedes einzelne, kennt seine Stärken und Schwächen. Und in dem er uns, seine Schafe kennt, versteht er uns. Überall dort, wo Menschen sich mit Unverständnis begegnen oder sich sogar selbst unverständlich bleiben, da versteht uns Jesus. Und weil das so ist, hat er Verständnis für uns. Wir dürfen, wenn wir unseren Herrn und Hirten Jesus hören, auf sein Verständnis hoffen. Was für eine schöne Entdeckung!

 

Was wäre da sinnvoller, als dem zu folgen, der immer Verständnis hat und helfen will und mittragen und an frisches Wasser führen? Wer Jesus folgt, dem schenkt er ewiges Leben.

 

Und wie das aussieht, hat der Dichter Huub Osterhuis einmal in einer Neuverdichtung des 23. Pslams ausgedrückt:

Wärst du mein Hirte, nichts würde mir fehlen. Führ mich zu blühenden Weiden, lass mich lagern an strömenden Wassern, dass meine Seele zu Atem kommt, dass ich die rechten Pfade wieder gehen kann, dir nach. Du, mein Hirte? Nichts würde mir fehlen. Muss ich in den Abgrund, die Todesschlucht, dann packt mich Angst - bist du bei mir, werde ich nicht sterben vor Angst. Du hast den Tisch schon gedeckt, meine Spötter wissen nicht, was sie sehen: dass du meine Füße wäschst, sie salbst mit Balsam, mir einschenkst. Trink nur, sagst du. Nichts wird mir fehlen. Lass es so bleiben, dieses Glück, diese Gnade, all meine Lebenstage. Dass ich bis ans Ende meiner Jahre wohnen werde in deinem Haus. Du, mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

 

Bleiben Sie behütet! Ihr Pfarrer Friedemann Bublitz

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