Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Herzlich Willkommen !

Schön das Sie auf die Internet-Seite unserer Gemeinde gefunden haben. Hier finden Sie Aktuelles, Termine, Einladungen und vieles mehr aus den aller zwei Monate erscheinenden Gemeindebriefen. Gern dürfen Sie auf diesen Seiten verweilen. Schön wäre es aber auch, wenn wir Sie zu einem Gottesdienst oder anderem Angebot bei uns in Löbau begrüßen könnten. 

Jahreslosung 2019

 

Suche Frieden und jage ihm nach!

 

Psalm 34,15

Monatsspruch Juni 2019

 

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.   Sprüche 16,24

Monatsspruch Juli 2019

 

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.   Jakobus 1,19

Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.

 

Liebe Gemeinde,

wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren und dabei die Proportionen der Völker auf Erden beibehalten würde, wäre dieses Dorf interessant zusammengesetzt. Von den 100 Einwohnern wären 57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner und 8 Afrikaner. Etwa 30 Einwohner wären hellhäutig wie wir, 70 Menschen hätten dunklere Haut. 30 Christen stünden 70 Nichtchristen gegenüber. Nur sechs Einwohner würden über 60% des gesamten Reichtums verfügen. Von 100 Dorfbewohnern hätten 80 baufällige Häuser oder nur schlichte Hütten, 70 Mitbewohner könnten kaum oder gar nicht lesen. Jeder Dritte hätte keinen Strom zur Verfügung, 40 Bewohner kein eigenes Wasser, die Hälfte des Dorfes wäre unterernährt und würde hungern.

Ein Gedankenspiel, das einen nachdenklich werden lässt. Angesichts der Überfülle in unseren Geschäften und der permanenten Verfügbarkeit verschiedenster Waren haben viele Menschen in unserem Land schon lange vergessen, dass dieser Wohlstand nicht selbstverständlich ist. Und trotzdem gibt es viele Menschen, die unzufrieden sind und klagen. Dabei gilt, um im Bild des kleinen Dorfes zu bleiben: Wer morgens aufsteht und über weichen Teppich in die Küche geht, um dort ein Glas Wasser zu trinken, hat es besser als Milliarden anderer Menschen getroffen. Wer zu einem  Arzt gehen oder mit dem Auto zu einem Supermarkt fahren kann, gehört zu den Reichsten der Erde. Wer einen Kühlschrank, Kleider und ein festes Dach über dem Kopf hat und lesen und schreiben kann, gehört zu einer privilegierten Schicht der Menschheit. Wer auch nur eine Kleinigkeit zur Seite legen kann, gehört schon zu einer seltenen Sorte Mensch im weltweiten Vergleich.

Vielleicht kann manche eigene Sorge kleiner werden, wenn man die Sorgen der Welt in den Blick nimmt. Und womöglich ändert sich damit auch das Verständnis für die Nöte anderer Menschen. Denn eigentlich ist doch die Welt in dieser Zeit oft wie ein großes Dorf. Dabei gibt es für Armut und Reichtum und ungleiche Verteilung nie vernünftige Gründe. Nicht in unserer Gesellschaft und auch nicht auf der Welt. Vielleicht kann ja Reichtum auch in ganz anderen Dingen bestehen!? Wie schön wäre ein Reichtum, der zum Lachen ist und frei macht. Mit dem wir andere anstecken können im Vertrauen darauf, dass für das Nötigte immer schon gesorgt ist. Denn – ist das Leben nicht mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?

Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.

 

Herzlich grüße ich Sie und wünsche Ihnen eine gesegnete Sommerzeit!

Ihr Pfarrer Friedemann Bublitz

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