Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Herzlich Willkommen !

Schön das Sie auf die Internet-Seite unserer Gemeinde gefunden haben. Hier finden Sie Aktuelles, Termine, Einladungen und vieles mehr aus den aller zwei Monate erscheinenden Gemeindebriefen. Gern dürfen Sie auf diesen Seiten verweilen. Schön wäre es aber auch, wenn wir Sie zu einem Gottesdienst oder anderem Angebot bei uns in Löbau begrüßen könnten. 

Jahreslosung 2019

 

Suche Frieden und jage ihm nach!

 

Psalm 34,15

 

Jahreslosung 2020

 

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

 

Markus 9, 24

Monatsspruch Dezember 2019

 

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen

des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.  Jesaja 50,10

 

Monatsspruch Januar 2020

 

Gott ist treu.  1. Korinther 1,9 

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht! (Lk 21,28)

 

Liebe Gemeindeglieder,

ich erinnere mich an eine Frau, die sehr lange im Krankenhaus lag. Ihre Krankheit zieht sich über eine lange Zeit hin. Die Ärzte entdecken immer etwas Neues. Es will und will nicht besser werden. Dann allmählich geht es wieder aufwärts. Aber die Frau bemerkt es kaum, denn die Heilung geht nur langsam voran. Sie lässt den Kopf hängen und verkriecht sich in ihren Gedanken. Ihre Besucher sind erschrocken und besorgt über ihre Stimmung. Aber sie lassen sich nichts anmerken und versuchen, sie aufzumuntern: Kopf hoch! Wird schon wieder werden. Nur nicht den Mut verlieren…! - Die Frau hört das und nickt. Aber als sie wieder allein ist, ist sie genauso beschwert wie zuvor. Gut gemeint, denkt sich die Frau, aber die können wieder gehen, ich muss hier im Krankenhaus bleiben. Jede und jeder hat schon solche Situationen erlebt. Dann spürt man, dass es mit einer billigen Vertröstung nicht getan ist. Ein einfaches Kopf hoch! reicht nicht. Da braucht es mehr. Denn die Kräfte sind ohnehin begrenzt. Und das Aufschauen und die Zuversicht fallen uns dann schwer! Ganz anders sieht die Sache aus, wenn plötzlich der Arzt hereinkommt und sagt: Fassen Sie Mut! Lassen die den Kopf nicht mehr hängen! Ihre Werte sind besser, in einer Woche können Sie wieder zuhause sein! - Jetzt fühlt sich die Frau wirklich erleichtert und richtet sich auf. Denn was ihr der Arzt versprochen hat, ist mehr als nur leichtfertig dahingesagt. Es ist ein wohlbegründetes Versprechen. Das Ende der Leiden ist nah.

Genauso ist der Vers aus dem Lukasevangelium gemeint: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht! Erlösung ist ein großes Wort. Aber meistens geht es uns ja um viele kleine Dinge. Was bedeutet also Erlösung? Hierfür muss man darüber nachdenken, wo man Erlösung nötig hat. Was macht einem zu schaffen? Da gibt es viel zu benennen: die Hektik im Alltag oder die Einsamkeit, keine Arbeit zu haben oder zu viel davon, Ärger und Streit mit Kindern oder den Eltern, Abhängigkeiten oder Angewohnheiten. Mitten hinein stellt Gott uns Erlösung in Aussicht – das ist Advent! Er ermuntert uns, den Kopf zu heben und Ausschau zu halten. Ein Weg wird sich auftun, wo wir jetzt noch Dunkelheit sehen.

Wie das zugehen kann, fragen Sie sich? Sicher nicht so, wie der Nikolaus oder der Weihnachtsmann ein Geschenk aus seinem Sack zieht. Nein, Gott schickt uns seinen Sohn. Jesus setzt sich unserem Leid aus und macht uns frei davon. ER kennt sich aus mit allen Schwierigkeiten. ER ist auf dem Weg zu uns. ER steht uns zur Seite, wenn wir niedergeschlagen sind und keinen Ausweg sehen. ER ist so arm wie wir. ER trägt keinen dicken Geschenkesack mit sich. Aber ER trägt ein Kreuz, das unser Kreuz ist. ER ist mit uns in unserer Not, in unserer Ohnmacht und Einsamkeit. Und ER fordert uns auf, ihm zu überlassen, was uns beschwert. Denn ER weiß, was damit zu tun ist. Darauf warten wir im Advent.

Eine gesegnete Adventszeit wünsche ich Ihnen und grüße Sie herzlich,

Ihr Pfarrer Friedemann Bublitz

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